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Laos – Ein Land im Aufbruch
Ausgehend von einem durchschnittlichen Pro-Kopf- Einkommen von ca. 740 US-Dollar im Jahre 2008 hat sich Laos zum Ziel gesetzt, im Jahr 2020 nicht mehr zur Gruppe der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder zu gehören und strebt ein durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen von dann mehr als 1.700 US-Dollar an. Laos wird sein selbst gesetztes Entwicklungsziel zur Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens nur durch die Weiterentwicklung der Privatwirtschaft erreichen. Zudem erfordert es den Übergang von einer ländlich geprägten, subsistenzwirtschaftlichen Gesellschaft hin zu einer modernen agroindustriellen Wirtschaftsweise sowie von einem planwirtschaftlichem System zu einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Sorge macht derzeit das Auseinanderklaffen der Reichtumsschere zwischen Reichen und Armen, Stadt und Land, Minoritäten und Mehrheitsbevölkerung.
Um die Erreichung der laotischen Entwicklungsziele - unter Einbezug der armen Bevölkerungsgruppen in den Entwicklungsprozess - zu unterstützen, konzentriert sich die laotisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit auf zwei Schwerpunkte: zum einen „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung", mit dem Fokus auf berufliche Bildung und der Förderung des Privatsektors, und zum anderen die „Ländliche Entwicklung in armen Regionen", in einigen nördlichen und südlich gelegenen Hochlandregionen. Die Isolation der Regionen aufzubrechen ist die zentrale entwicklungspolitische Herausforderung, um eine Teilhabe der breiten Bevölkerung am Wirtschaftsgeschehen zu ermöglichen.
 Im Bereich Ländliche Entwicklung steht die Bereitstellung grundlegender Infrastruktur (Bau von Straßen und Märkten), die Umsetzung von Dorfentwicklungsplänen und die Sicherung von Landrechten der Bevölkerung durch Landtitelvergabe im Fokus der laotisch-deutschen Zusammenarbeit. Einen neuen Akzent setzt dabei das Programm zum Klimaschutz durch Walderhalt (Avoided Deforestation). Das Vorhaben dient zwei Zielen: Zum einen soll durch verstärkte Schutzmaßnahmen das große Potenzial des zur Hälfte mit Wald bedeckten Landes für den globalen Klimaschutz erhalten bleiben und die Artenvielfalt geschützt werden. Zum anderen soll besonders die ländliche Bevölkerung von dem Programm profitieren, indem Maßnahmen entwickelt werden, um die wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen der Menschen durch die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen zu verbessern.
 Im Schwerpunkt Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung fördert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die berufliche Bildung durch den Bau von Berufschulen und die Entwicklung einer landesweiten Strategie zur dualen Berufsbildung sowie Fortbildung von Berufsschullehrern. Ziel ist es, der jungen Bevölkerung neue Beschäftigungschancen zu eröffnen. Außerdem werden kleine und mittlere Unternehmen gefördert und lokale Industrie- und Handelskammern gestärkt. Dies erfolgt durch die Unterstützung von staatlichen und privatwirtschaftlichen Akteure unter anderem in der Verbesserung von Voraussetzungen für marktwirtschaftliche Reformen, Investitionen und Unternehmensgrünungen. Durch den Aufbau von Mikrofinanzinstitutionen soll der Zugang zu Finanzdienstleistungen für die Bevölkerung und Kleinst- und Kleinunternehmen im ländlichen Raum verbessert werden.
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FAKTEN
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Bisher wurden Laos im Rahmen der bilateralen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit rund 250 Mio. Euro zugesagt. |
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In der Zeit von 1975 bis 1990 war die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit der Bundesrepublik mit Laos unterbrochen. Zuletzt wurde für die bilaterale staatliche Zusammenarbeit für die Jahre 2010/2011 die Summe von 24 Mio. Euro bereitgestellt. Das staatliche Engagement wird durch viele weitere -teilweise auch aus Bundesmitteln geförderte– Beiträge von Kirchen, politischen Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen ergänzt. |
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DOWNLOADS
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